Lavendelkinder

handgefertigte Puppen

 

„Ich glaube, Menschen werden glücklicher, wenn sie Puppen und Märchenbücher bekommen.“


(Astrid Lindgren in „Mehr von uns Kindern aus Bullerbü“)


Die Lavendelkinder sind Puppen nach Waldorf-Art, weiche und doch feste, anschmiegsame Puppen aus verschiedener Wolle und Baumwolltrikot gearbeitet. Ihre Gesichter sind sehr zart und zurückhaltend im Ausdruck. Die Puppe bietet dem Kind viel Raum für eigene Interpretation was Aussehen und Gemütszustand anbelangt. Eine in der Mimik ausgearbeitete Puppe hat einen festgelegten Gesichtsausdruck und somit einen Bezug zu der damit verbundenen Laune. Lavendelkinder-Puppen lassen alle Formen des Ausdrucks zu, da sie nicht festgelegt sind. Sie können je nach den Bedürfnissen des Kindes guter Dinge sein, fröhlich, lachen, traurig sein, ärgerlich, wild, aufgeregt und glücklich. Alles ist möglich. Und so, wie das Kind alle diese Gemütszustände in seinem Alltag durchleben wird, hat es die Möglichkeit, diese in seiner Puppe wiederzufinden. In dieser Beziehung spiegelt sich das Kind, fühlt sich verbunden und ist nicht allein.

So lernt das Kind in der Nachahmung, in dem es Tätigkeiten der Erwachsenenwelt mit der Puppe spielt, sich in diese Welt hineinzuversetzen, es übt sich in Empathie und sozialer Kompetenz.

Ausserdem ist eine individuell gefertigte Puppe eine Verbindung zu den Eltern. Besonders intensiv ist diese Verbindung, wenn die Puppe von den Eltern für das Kind hergestellt wurde. Aber auch, wenn es sich um eine speziell für das Kind angefertigte Puppe, ein Lavendelkind handelt, ist diese Puppe ein Symbol für die elterliche Zuwendung. Sie kann dem Kind helfen, in manchen Momenten ohne die Eltern zurecht zukommen, da es sich trotzdem noch mit den Eltern verbunden fühlt.

Die Lavendelkinder sind in gewisser Weise beseelte Puppen. Die Kinder sehen in den Puppen etwas Lebendes und ihnen Zugewandtes. Wichtig ist es darum auch für Eltern, mit den Puppen behütend umzugehen. Sie mit Bauklötzen und Spielzeugautos zusammen nach dem Spiel in eine Kiste zu werfen, kommt eigentlich nicht in Frage. Eltern, die das Puppenspiel ihrer Kinder ernst nehmen, sorgen sich auch um die Puppe. Es wird dem Kind sehr gut gefallen, wenn es gefragt wird, ob die Puppe vielleicht ebenfalls hungrig ist, ob es ihr gut geht, ob sie mit zum Spaziergang gehen möchte. Und wenn die Puppe am Abend vielleicht nicht mit in das Kinderbett kommt, so ist es doch schön, wenn ein Puppenbett in der Nähe steht und die Puppe mit einem kleinen Ritual vom Kind selbst zu Bett gebracht werden kann.